Pflege-Noten müssen wissenschaftlich überarbeitet werden

Veröffentlicht am 15.08.2013 in MdB und MdL

Zur in Kürze geplanten Veröffentlichung der Vereinbarungen über neue Pflege- Prüfkriterien erklärt die pflegepolitische Sprecherin der SPD- Bundestagsfraktion Hilde Mattheis:

Grundsätzlich ist es zu begrüßen, dass sich die Vertragsparteien über die Schiedsstelle nun auf bessere Kriterien zur Prüfung von Pflegeeinrichtungen geeinigt haben. Jedoch sollten die Vertragspartner ihre Aufgabe ernster nehmen. Die Einigung nimmt keine Änderungen an der Gewichtung der Kriterien vor. Die pflegerische Versorgung wird immer noch genauso gewichtet, wie Leistungen die im Bereich des Haushalts oder der Essensversorgung erbracht werden. Das ist für Pflegebedürftige und Angehörige sehr problematisch, weil es ihnen damit erschwert wird, die Qualität einer Einrichtung richtig zu bewerten.

Wir brauchen eine Weiterentwicklung ambulanter und stationärer Pflegequalität auf wissenschaftlicher Grundlage. Forschungsergebnisse aus der Pflegewissenschaft müssen stärker als bisher in die Prüfkriterien einbezogen werden. Darüber hinaus sollte eine Gewichtung der unterschiedlichen Faktoren vorgenommen werden: Wundvorsorge muss stärker als die Raumgestaltung gewichtet werden!

Zudem muss in einer grundlegenden Pflegereform die Einführung des neuen Pflegebedürftigkeitsbegriffs umgesetzt werden, damit durch eine teilhabeorientierte Pflege die Qualität insbesondere für Menschen mit Demenz verbessert werden kann.

 

Homepage SPD Kreisverband Alb-Donau

Wer ist Online

Jetzt sind 1 User online