Südwest-Presse: Ohne Teamarbeit geht nichts

Veröffentlicht am 24.04.2013 in Kreisverband

"Vielfalt macht schlauer", so war die Veranstaltung in der Lindenhalle überschrieben, die der SPD-Ortsverein
organisierte. Dabei stand das Dauerthema Schulpolitik im Fokus. Vor rund 50 Zuhörern stellte Norbert Zeller die
Vorzüge der Gemeinschaftsschule dar und beantwortete Fragen. Marschieren im Gleichschritt funktioniert nicht,
sagte der Leiter der Stabsstelle Gemeinschaftsschule, Schulmodelle, Inklusion im Kultusministerium gleich zu
Beginn. Bereits jetzt sei es so, dass die ganze Bandbreite der Leistungsniveaus in den Schulen vorhanden ist.
"Aber das Konzept stimmt noch nicht." Schließlich braucht jedes Kind individuelle Förderung. Die
Gemeinschaftsschule sei ein Angebot, "dass auf das Niveau jedes einzelnen zugeschnitten ist", sagte Zeller, der
betonte, dass es nicht darum gehe, andere Schulformen schlecht zu machen.
Ein weiterer Vorteil der Schule sei das längere gemeinsame Lernen: "Die Entscheidung, wohin der Weg gehen
soll, muss nicht noch in der Grundschule, sondern am Ende des Prozesses gefällt werden", sagte Zeller. Dann
können Eltern mit ihren Kindern entscheiden, auf welchem Niveau die Prüfung erfolgt.
Keine konkreten Antworten gab Zeller auf die Fragen, die Bürgermeister Sebastian Wolf eingangs formulierte:
"Was wir brauchen, sind ganz klare Rahmenbedingungen", sagte Wolf. Verlässliche Daten und Zahlen sowie ein
regionaler Schulentwicklungsplan seien unabdingbar für die Planung. "Der Schulentwicklungsplan ist ein
zentraler Punkt, der nächsten Monat konkretisiert wird", versprach Zeller. Im Mai werde der badenwürttembergische
Kultusminister Andreas Stoch die Rahmenbedingungen wie auch die notwendige Schülerzahl
als Voraussetzung für die Gemeinschaftsschule bekannt geben.
Im Anschluss beantwortete Zeller Fragen aus dem Publikum, wo Lehrer, Schulleiter, Politiker, aber auch Eltern
saßen. Monika Späth vom SPD-Kreisverband wollte wissen, was passiert, wenn sich viele Eltern zunächst für
und dann doch gegen die Gemeinschaftsschule entscheiden sollten. "Zum Ende des Schuljahres können die
Kinder wechseln", sagte Zeller und ergänzte, dass die Schule deshalb nicht aufgelöst werde. "Unsere Erfahrung
ist aber eher, dass Kinder dazu kommen". Uschi Mittag, Leiterin der Hermann-Gmeiner-Schule, erkundigte sich
über die künftigen Möglichkeiten der Sonderschulen. "Die Schulen können sich zu sonderpädagogischen
Entwicklungszentren weiterentwickeln". Angesichts sinkender Schülerzahlen sei die Frage, ob sich die
Sonderschulen zusammenschließen müssten.
Eine Lehrerin wollte wissen, wie künftig unterrichtet wird: "Die Arbeitsweise verändert sich total", sagte Zeller.
"Ohne Teamarbeit gehts nicht." Im Übrigen sei es falsch zu glauben, dass diese Art zu lehren mehr
pädagogische Kraft braucht. Für Ehingen empfahl er auch Schulentwicklung auf Lehrerebene zu betreiben und
eine pädagogische Arbeitsgruppe zu bilden.

 

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