Sigmar Gabriel in Ulm

Veröffentlicht am 08.05.2013 in Kreisverband

Pressemitteilung Schwäbische Zeitung

Vor rund 150 Zuhörern im Saal des Restaurants „alpha“, dem früheren Bräustüble, unternahm Gabriel zunächst einen Ausflug in die 150-jährige Parteigeschichte – schließlich sei die SPD „die älteste demokratische Partei Europas, da darf man sich auch mal selber feiern“. Vom Urvater Ferdinand Lassalle, der 1863 den „Allgemeinen Deutschen Arbeiterverein“ gründete über Bismarcks Sozialistengesetze bis zu Otto Wels, der sich 1933 den Nationalsozialisten im Reichstag widersetzte und zu Willy Brandt, dem Wegbereiter der deutschen Einheit – „wir haben uns in unserer Geschichte nie schämen müssen“, meinte Gabriel selbstbewusst. Und die SPD dürfe stolz sein auf jene Mitglieder, „die beide deutsche Diktaturen überlebt haben“.
Dann richtete der SPD-Chef mit der saloppen Frage „Warum gibt’s uns Sozis überhaupt noch?“ den Blick nach vorne. Die SPD werde auch nach 150 Jahren noch gebraucht, um das Land besser und gerechter zu machen. So müsse die SPD dafür sorgen, dass Frauen nicht schlechter bezahlt werden als Männer, dass die Schulen hierzulande wieder zu Kathedralen des 21. Jahrhunderts würden „und nicht die Banktürme“, und damit Gesundheit und Pflege im Alter nicht vom Geldbeutel abhängig sind. Zur aktuellen Diskussion um prominente Steuerhinterzieher hielt Gabriel mit seiner Meinung ebenfalls nicht hinter dem Berg: „Diejenigen, die illegal Millionen am Finanzamt vorbei ins Ausland bringen, sind die eigentlichen Asozialen von Deutschland.“

 

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